Am 26. August 2017 gaben Ignasius Jonan, Minister für Energie und Bodenschätze und Finanzministerin Sri Mulyani auf einer Pressekonferenz in Jakarta bekannt, dass die Mineralabbaulizenzen des Minenunternehmens PT. Freeport Indonesia bis 2041 verlängert werden. Im Gegenzug erklärte sich der amerikanische Hauptaktionär Freeport McMoRan dazu bereit, 41,64 % seiner Anteile am indonesischen Tochterunternehmen aufzugeben. Nach Angaben von Richard C. Adkerson, dem Vorstandsvorsitzenden von Freeport McMoRan, sollen sie zu einem fairen Marktwert verkauft werden um der indonesischen Regierung die Möglichkeit zu geben 51% der Aktienanteile zu kaufen. Derzeit besitzt der amerikanische Minengigant 90,64% der Aktienanteile, während die indonesische Regierung nur mit 9,36 % an PT Freeport Indonesia beteiligt ist.

Das Abbaugebiet der Mine befindet sich auf dem Land der Amungme und Kamoro, zweier indigener Stämme, die seit der vertraglichen Einigung unter Suharto im Jahr 1973 von jeglichen Verhandlungen ausgeschlossen wurden. John Gobai, Vorsitzender des Papua Indigenenrates im Landkreis Paniai sagte in einem Interview mit dem indonesischen Nachrichtenportal BenarNews “Die Amungme und Kamoro Gemeinschaften haben nie ihr Land an eine andere Partei aufgegeben, weder an die indonesische Regierung noch an PT Freeport Indonesia […] Die Amungme und Kamoro wollen an den Verhandlungen teilnehmen – nicht weil sie einen Anteil an den Gewinnen suchen, sondern weil sowohl das Sonderautonomiegesetz No 21/2001 und die indonesische Verfassung von 1945 indigene Völker als rechtmäßige Besitzer des Landes anerkennen.”

Während PT Freeport mit der Regierung um die Verlängerung von Abbaulizenzen verhandelte, äußerten auch Führungskräfte von Gewerkschaften mehrerer Länder bei einem Treffen zwischen 8. und 11. August 2017 in Indonesien Kritik an das Unternehmen. Freeport soll rund 4.200 Arbeitnehmer entlassen haben, weil diese an einem Streik gegen die Kürzung von Gehältern und Arbeitsplätzen teilgenommen haben sollen. Außerdem soll PT Freeport Indonesia entlassene Arbeiter gewaltsam aus Wohnung vertrieben und ihnen den Zugang zu unternehmenseigenen Krankenhäusern und Schulen verweigert haben.

Ein neues auf Satellitenbildern basierendes Animationsvideo zeigt auf anschauliche Weise die schweren Umweltauswirkungen des Gold- und Kupferabbaus auf die tiefer gelegenen Regionen südlich der Grasbergmine in Westpapua.

Feine Schwebstoffe ('Suspended Particulate Matter' oder SPM) gelangen mit der Flussströmung des Ajikwa Flusses in tiefer gelegene Regenwaldgebiete und das Meer, wo sie schwerwiegende Auswirkungen auf die dortige Flora und Fauna haben. Die Macher des Animationsvideos gehen davon aus, dass eine Gesamtfläche von ca.138 km2 von den Minenrückständen betroffen ist. Die Auswirkungen auf Regenwaldbestände wurde mit Hilfe des so genannten NDV Index (Normalized Difference Vegetation Index) auf den Satellitenbildern dargestellt. Das sieben minütige Video kann hier angesehen werden.