Veranstaltungsort: Köln
Datum: 13.10.2018

10:00 - 18:00 Uhr, Eine Tagesveranstaltung in der Alten Feuerwache in Köln.

Nach der mehr als drei Jahrzehnte dauernden autokratischen Suharto-Herrschaft wird in  Indonesien seit 1998 unter dem Stichwort “Reformasi” Demokratie umgesetzt. Das islamisch geprägte Land (88% der Indonesier*innen sind Muslime) galt als ein Musterbeispiel für die Vereinbarkeit von Islam, Demokratie und Pluralismus. In den letzten Jahren ist zu beobachten, wie Toleranz und Akzeptanz erodiert sind. Religion wird dabei zunehmend für identitätspolitische Ziele instrumentalisiert.

In dem Tagesseminar werden folgende Aspekte erörtert: Wie können im Kontext von sozialer Ungleichheit und politisierter Religion entwicklungspolitische und demokratische Ziele wieder in den Blick geraten, die am Ideal einer gerechten Entwicklung für viele immer noch in Armut lebenden Menschen in Indonesien festhalten? Wie sind Fragen nach sozialer Ungleichheit, Demokratie und toleranter Gesellschaft miteinander verknüpft? Wie sind besonders Frauen von sozialer Ungleichheit und konservativen islamischen Normen betroffen? Unser Ressourcenhunger befördert in Indonesien die Zerstörung von Regenwald, Landnahme und Vertreibung indigener Bevölkerung.

Ergänzt durch Lesungen und Filme werden unterschiedliche Referent*innen Statements zu den Themen Reformpolitik und Demokratie / Instrumentalisierung von Religion / Ausverkauf der Ressourcen geben und diskutieren.

Eintritt: 10 € / 5 € (ermäßigt)

Eine gemeinsame Veranstaltung von AK-Indonesien Aachen, Universität Bonn, Stiftung Asienhaus und der Deutsch-Indonesischen Gesellschaft.

Gefördert durch Engagement Global mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.

Veranstaltungsort: Alte Feuerwache Köln, Melchiorstr. 3, 50670 Köln

Details & Anfahrt: Alte Feuerwache Köln