Asien-Afrika-Institut

Edmund-Siemers-Allee 1, 20146 Hamburg

Raum: 232

Freitag, 18. März 2016, 19:00-21.00

Yuliana Lantipo aus Westpapua arbeitet als Journalistin für verschiedene Medien und NGOs, vor allem für die alternativen Media JUBI, die in Westpapua Nachrichten zu Menschenrechten, Entwicklungsansätzen und politischen Entwicklungen auf Indonesisch (Druck & Online) und Englisch (Online) für die Öffentlichkeit bereitstellen. Sie arbeitet auch im Sekretariat der Koalition von Menschenrechtsorganisationen in Westpapua, die gemeinsame Aktionen durchführen.

Die tragischen Geschichte West Papuas, der östlichsten Provinz Indonesien, ist wenig bekannt: Es ist eine Geschichte von Unterdrückung, Menschenrechtsverletzungen, Raubbau und Betrug, die bis heute anhält. Pressefreiheit ist stark eingeschränkt, lokale Journalisten werden verhaftet, wenn sie bei Demonstrationen Fotoaufnahmen machen; ausländische Journalisten dürfen nur mit hohen Auflagen ins Land reisen.

Der Abend will über die derzeitige Situation in West Papua informieren. Er will ein Bewusstsein schaffen für die politischen, sozialen, wirtschaftlichen, ökologischen und kulturellen Probleme des Landes und versteht sich zugleich als ein Stück „Advocacy“-Arbeit für Menschenrechte in West-Papua mit dem besonderen Augenmerk auf die Situation der Frauen.

Einführung und Moderation: Marion Struck-Garbe , AAI, Arbeitsbereich Austronesistik