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ULMWP fordert offenen Dialog mit indonesischer Regierung

Papuanischer Menschenrechtsaktivist und aktives ULMWP Mitglied Markus Haluk hat von der Regierung unter Präsident Joko Widodo gefordert, sich für eine freie Diskussion über einen Konfliktlösungsansatz in Westpapua zu öffnen. Mittlerweile dauere der Papua Konflikt mehr als 50 Jahre, ohne dass Westpapua und Jakarta jemals auf Augenhöhe miteinander an einem Tisch gesessen hätten. Bei solchen Gesprächen solle sich die Regierung dazu bereit erklären, den Umgang mit Menschenrechtsverletzungen in der Gegenwart und Vergangenheit zu diskutieren und sich von dem Verdacht zu befreien, dass jegliche Gespräche in irgendeiner Weise das Ziel der Unabhängigkeit verfolgen. Die ULMWP (United Liberation Movement for West Papua, Vereinigte Freiheitsbewegung für Westpapua) sei hierbei ein geeigneter Gesprächspartner für die indonesische Regierung.

Haluk kritisierte den bisherigen Kurs Jokowis im Bezug auf West Papua. Anstatt die Umsetzung und den Schutz von Menschenrechten zu fördern, verfolge die Regierung weiterhin einen sicherheitsbasierten Konfliktansatz, welcher die vermehrte Entsendung und Stationierung indonesischer Truppen in Westpapua zur Folge habe. Dabei berief sich Markus Haluk auf jüngste Zahlen der indonesischen Menschenrechtskommission KOMNAS HAM. Demzufolge seien während des ersten Amtsjahres von Jokowi bereits 700 Papuas festgenommen, gefoltert oder getötet worden.

Die ULMWP ist eine Vereinigung verschiedener Gruppierungen in Westpapua und dem Ausland welche die Abspaltung der Region von Indonesien fordern. Die Organisation hatte den Versuch unternommen, Mitgliedschaft im pazifischen Staatenverbund Melanesian Spearhead Group (MSG) zu erhalten, und 2015 einen Beobachterstatus zugesprochen bekommen. Die Melaniesian Spearhead Group respektiert zwar die die territoriale Souveränität Indonesiens, hatte sich jedoch in menschenrechtlichen Belangen für die Forderungen von ULMWP stark gemacht und mehrfach Delegationen nach Westpapua entsendet, um sich ein detailliertes Bild von der dortigen Menschenrechtslage zu machen.

Bild: Leitung der ULMWP beim Treffen der MSG Staaten im Juni 2015. Quelle: Tabloid JUBI

 

Papuanischer Menschenrechtsaktivist und aktives ULMWP Mitglied Markus Haluk hat von der Regierung unter Präsident Joko Widodo gefordert, sich für eine freie Diskussion über einen Konfliktlösungsansatz in Westpapua zu öffnen. Mittlerweile dauere der Papua Konflikt mehr als 50 Jahre, ohne dass Westpapua und Jakarta jemals auf Augenhöhe miteinander an einem Tisch gesessen hätten. Bei solchen Gesprächen solle sich die Regierung dazu bereit erklären, den Umgang mit Menschenrechtsverletzungen in der Gegenwart und Vergangenheit zu diskutieren und sich von dem Verdacht zu befreien, dass jegliche Gespräche in irgendeiner Weise das Ziel der Unabhängigkeit verfolgen. Die ULMWP (United Liberation Movement for West Papua, Vereinigte Freiheitsbewegung für Westpapua) sei hierbei ein geeigneter Gesprächspartner für die indonesische Regierung.

Haluk kritisierte den bisherigen Kurs Jokowis im Bezug auf West Papua. Anstatt die Umsetzung und den Schutz von Menschenrechten zu fördern, verfolge die Regierung weiterhin einen sicherheitsbasierten Konfliktansatz, welcher die vermehrte Entsendung und Stationierung indonesischer Truppen in Westpapua zur Folge habe. Dabei berief sich Markus Haluk auf jüngste Zahlen der indonesischen Menschenrechtskommission KOMNAS HAM. Demzufolge seien während des ersten Amtsjahres von Jokowi bereits 700 Papuas festgenommen, gefoltert oder getötet worden.

Die ULMWP ist eine Vereinigung verschiedener Gruppierungen in Westpapua und dem Ausland welche die Abspaltung der Region von Indonesien fordern. Die Organisation hatte den Versuch unternommen, Mitgliedschaft im pazifischen Staatenverbund Melanesian Spearhead Group (MSG) zu erhalten, und 2015 einen Beobachterstatus zugesprochen bekommen. Die Melaniesian Spearhead Group respektiert zwar die die territoriale Souveränität Indonesiens, hatte sich jedoch in menschenrechtlichen Belangen für die Forderungen von ULMWP stark gemacht und mehrfach Delegationen nach Westpapua entsendet, um sich ein detailliertes Bild von der dortigen Menschenrechtslage zu machen.

Bild: Leitung der ULMWP beim Treffen der MSG Staaten im Juni 2015. Quelle: Tabloid JUBI