Eine breite Koalition aus zivilgesellschaftlichen Organisationen, indigenen Vertreter*innen, Kirchen und Menschenrechtsverteidiger*innen in Westpapua fordert die indonesische Regierung auf, den Vereinten Nationen, einer gemeinsamen Delegation des Pazifik-Insel-Forums (PIF) und der Melanesian Spearhead Group (MSG) sowie internationalen Journalist*innen und unabhängigen Beobachter*innen sofortigen, uneingeschränkten Zugang zu Westpapua zu gewähren.
Angesichts anhaltender bewaffneter Konflikte, massiver Vertreibung und einer sich verschärfenden humanitären Krise fordert die Koalition unabhängige Untersuchungen mutmaßlicher Menschenrechtsverletzungen sowie wirksamen Schutz und humanitäre Unterstützung für die betroffene Zivilbevölkerung. Sie warnt zudem vor den Folgen militärischer Expansion und großflächiger Rohstoff- und Entwicklungsprojekte für die Rechte und Lebensgrundlagen indigener Gemeinschaften.
Neben internationaler Beobachtung fordert die Koalition einen ernsthaften politischen Dialog unter Einbeziehung indigener Führungspersönlichkeiten, Kirchen, Frauen, Jugendlicher und der Zivilgesellschaft. Nur ein inklusiver Dialog, der die Ursachen des Konflikts angeht, kann den Weg zu nachhaltigem Frieden ebnen.
Die gemeinsame Erklärung wurde von zahlreichen Organisationen und Netzwerken in Westpapua initiiert und unterstützt. Sie knüpft an jüngste diplomatische Entwicklungen im Pazifikraum und bei den Vereinten Nationen an und unterstreicht die Dringlichkeit, internationalen Erklärungen konkrete Maßnahmen folgen zu lassen.
